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Am Beispiel des typischen Diasporabistums Meißen, in dem die Minderheit der Katholiken in der Gesellschaft nicht tief verankert war, lassen sich verschiedene Besonderheiten in der Auseinandersetzung mit
dem Nationalsozialismus und mit der kommunistischen Diktatur in den Jahren 1932 bis 1951 herausarbeiten.
In Sachsen wurde die katholische Kirche gleich zweifach herausgefordert, zunächst durch die harsche Religionspolitik des Gauleiters Mutschmann, dann durch die Vorreiterrolle Sachsens bei der Durchsetzung
ideologischer Ansprüche unter der SED-Herrschaft.
Aufgrund der gegebenen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen dominierten die Probleme zwischen Kirche und Regime. Die Verfasserin richtet ihren Blick aber nicht nur auf diese Ebene, sondern untersucht
zugleich auch innerkirchliche Entwicklungen und die Stellung Meißens zu den anderen Bistümern in Deutschland. Auf diese Weise entsteht ein überzeugendes Gesamtbild. Der Leser wird dieses flüssig
geschriebene Buch, eine preisgekrönte Leipziger Dissertation, mit großem Gewinn studieren.
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