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Die geistigen Aufbrüche im deutschen Katholizismus nach dem Zweiten Weltkrieg bündeln sich in der Geschichte der Katholischen Akademien. Deren Gründung zählt zu den überraschendsten, risikoreichsten und
hoffnungsvollsten Entscheidungen dieser Jahre. Die Akademien prägten durch ihre Arbeit nicht nur die vielen Tausende von Menschen, die ihre Veranstaltungen besuchten, sie beeinflußten auch in erheblichem
Maß die Entwicklung der Kirche und unterstrichen deren gesellschaftliche Bedeutung.
Der Autor legt erstmals eine umfassende historische Darstellung aller 22 Katholischen Akademien vor, die zwischen 1945 und 1975 in der Bundesrepublik Deutschland eingerichtet wurden.
Ausgehend von den individuellen Gründungsgeschichten beschreibt Oliver Schütz die Ausbildung der Akademieidee im deutschen Katholizismus. Dabei wird auch deren Pionierfunktion für das Zweite Vatikanische
Konzil deutlich. Die Studie zeigt schließlich, welche spannungsreiche Rolle die Akademien bei der Neuorganisation des Katholizismus spielten.
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