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Die Untersuchung zeigt am Beispiel des Katholischen Werkvolkes, des Süddeutschen Verbandes katholischer Arbeitnehmer, welche Bedeutung Katholiken als gesellschaftlicher und politischer Kraft im
Spannungsfeld von Kirche, Gesellschaft und Politik während der Ära Adenauer zukam. Sie beschäftigt sich mit den Organisationen, die nach dem Zweiten Weltkrieg katholische Arbeitnehmer in Bayern
vereinigten, um deren Glauben zu vertiefen und deren ökonomische, soziale wie kulturelle Situation zu verbessern.
Auf breiter Quellenbasis – erstmals werden einschlägige Bestände von über 20 Archiven ausgewertet – kann ein differenziertes Bild des Verbandskatholiszismus gezeichnet werden.
Der Autor beschreibt hierbei nicht nur interne Neuansätze wie etwa die gemeinschaftliche Organisation von Männern und Frauen innerhalb eines Vereins, sondern geht auch den vielfältigen Beziehungen der
katholischen Arbeiterbewegung Süddeutschlands zur kirchlichen Hierarchie, zum westdeutschen Verbandskatholizismus zu Gewerkschaften und Parteien nach. So gelingt der überzeugende Nachweis, daß der
Katholizismus in der frühen Bundesrepublik keineswegs homogen war, sondern daß zwischen Süd- und Westdeutschland gravierende Unterschiede bestanden.
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