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Der SD, der Sicherheitsdienst der SS, war eines der gefährlichsten Organe der nationalsozialistischen Diktatur. Das Innenleben des SD-Nachrichtendienstes und seine Tätigkeit werden in diesem Buch am
Beispiel der Religionspolitik erstmals detailliert und aufgrund bisher unbekannter Quellen untersucht.
Um die »weltanschaulichen Gegner« des Nationalsozialismus, darunter auch die christlichen Kirchen, überwachen und unterdrücken zu können, wurde der SD zielstrebig ausgebaut. Zu seinen Mitarbeitern
gehörten zahlreiche ehemalige Geistliche, allen voran Albert Hartl, der zum SS-Sturmbannführer und führenden Kirchenexperten des SD aufstieg. Sie verfolgten die Kirchen mit unermüdlichem Haß und
suchten die christliuche Religion in Deutschland vollständig auszulöschen.
Für die Untersuchung dieser Aktivitäten wurden umfangreiche Aktenbestände des SD-Hauptamtes, die über Jahrzehnte unzugänglich in Archiven des Ostblocks lagerten, erstmals systematisch ausgewertet. So
gelingt es, die Rolle, die der SD bei der Überwachungs- und Unterdrückungspraxis des NS-Regimes gegenüber der katholischen und protetstantischen Kirche, aber auch gegenüber den kleineren
Religionsgemeinschaften spielte, in bisher unerreichter Genauigkeit zu beschreiben und zu analysieren. Die Ergebnisse dieser flüssig geschriebenen, anschaulichen Darstellung lenken den Blick über die
Geschichte der Herrschaft des Nationalsozialismus hinaus und erlauben ihre Einordnung in die Geschichte der Diktaturen des 20. Jahrhunderts.
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