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Die Haltung der Parteien des politischen Katholizismus in Deutschland zwischen 1870/71 und 1933, Deutsche Zentrumspartei und Bayerische Volkspartei, zur Judenfrage und zum Antisemitismus werden in der
Geschichtswissenschaft nicht einheitlich beurteilt.
Die vorliegende Arbeit beschreibt auf breiter Quellengrundlage Positionen und Politik dieser Parteien und ihrer Führer. Sie zeichnet die normativen Prinzipien, an denen man sich orientierte, sowie die
politisch-parlamentarische Alltagspraxis. Es zeigt sich, daß die Politik des politischen Katholizismus auch hinsichtlich der Judenfrage gekennzeichnet war durch die unbedingte Treue zum Rechtsstaat, den
Grundsatz der Gleichberechtigung aller Staatsbürger und das in politisches Handeln umgesetzte christliche Gebot der Nächstenliebe.
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