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Im »Dritten Reich« sind neben Geistlichen auch katholische Laien verfolgt worden. Katholiken, die sich ihrer Kirche bewußt zugehörig fühlten, waren vor 1933 häufig in den Verbänden und Vereinen
des politischen und sozialen Katholizismus organisiert und wurden durch das Zentrum bzw. die Bayerische Volkspartei repräsentiert. Der Autor geht den Schicksalen dieser Personengruppe im
nationalsozialistischen Bayern nach. Dabei stehen Journalisten und Lehrer zwei Berufsgruppen, die dem Anpassungs- und Gehorsamsdruck damals in besonderer Weise ausgesetzt waren – im
Mittelpunkt.
Anhand von 400 aktenkundig gewordenen Fällen aus dem bayerischen Raum werden alltägliche Repressalien und Schikanen detailliert beschrieben. Die vielen Beispiele, in denen Nationalsozialisten einen
in ihren Augen unentrinnbaren Zusammenhang zwischen kirchlich-religiöser Praxis und politisch intolerablem Verhalten herstellten, verweisen konkret auf das Fernziel des NS-Staates, seinen
weltanschaulichen Totalitätsanspruch kompromißlos durchzusetzen. Trotz mancher auch geringfügiger Auseinandersetzungen verdeutlichen diese Konflikte, daß die Nationalsozialisten zu keinem Zeitpunkt
darauf verzichteten.
In Bayern stießen sie dabei allerdings auf eine festgewurzelte, die sozialen Gruppen und Schichten übergreifende katholische Glaubens- und Kirchenpraxis. Dieses allen gemeinsame religiöse Fundament war
für die katholischen Laien gleichermaßen Basis und Motivation für ihr resistentes Verhalten gegenüber den nationalsozialistischen Angriffen auf die katholische Kirche.
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