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Die sozialen, politischen und kulturellen Krisen des deutschen Vormärz sind nicht zuletzt auf dem Feld des Religiösen zum Austrag gekommen. Der Konflikt um die Wallfahrt zum Heiligen Rock nach
Trier 1844 zeigt die Verflochtenheit von sozialen Lagen, politischen Programmen, religiösen Leitvorstellungen und mentalem Wandel.
Der deutsche Südwesten erweist sich als ein sensibler Seismograph für die politischen und religiösen Entwicklungen, die Deutschland zwischen 1840 und 1860 prägten. Vor diesem Hintergrund schildert der
Autor die Gemengelage von korporativer Frömmigkeit und religiöser Individualisierung, von sozialer Herkunft und Bildung, von Beruf und Mobilität, von der Erfahrungswelt der »kleinen Leute« wie von
den großen politischen und kirchenpolitischen Entwicklungen, aus der die Entstehung des Deutschkatholizismus wie die Bildung katholischen Milieus verständlich werden.
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