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Die »Historisch-politischen Blätter für das katholische Deutschland«, die von 1838–1923 in München erschienen sind, bildeten kraft Vielgestalt des Inhalts, Niveau der Argumentation und
Entschiedenheit des Urteils Jahrzehnte hindurch die vielseitigste, gelesenste und einflußreichste Zeitschrift des Katholizismus, das »Hauptorgan der sich sammelnden politischen Freiheitsbewegung der
deutschen Katholiken« (K. Buchheim). Ihr Erfolg erklärt sich dabei nicht zuletzt aus dem Umstand, daß sie zahlreiche qualifizierte Mitarbeiter gewinnen konnten. Allerdings erschienen die weitaus
meisten Arbeiten ohne Nennung des Verfassernamens. Durch systematische Nachforschungen im Redaktionsarchiv ist es nunmehr gelungen, rund zehntausend ohne Namensnennung erschienene Artikel ihren Autoren
zuzuweisen. Es wird deutlich, daß unter den etwa tausend Mitarbeitern eine große Zahl herausragender Persönlichkeiten des deutschen Katholizismus war, von Görres über Hertling zu Erzberger, von Döllinger
über Janssen zu Pastor, von Möhler über Scheeben zu Guardini. Das Verzeichnis bildet somit einen wichtigen Beitrag zur Erforschung des deutschen Katholizismus im 19. und beginnenden
20. Jahrhundert.
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