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Diese Studie, erster Teil einer auf drei Bände angelegten Untersuchung, beschäftigt sich mit der früheren Geschichte des deutschen Nationalbewußtseins zwischen Spätaufklärung und Reichsgründung als Moment
des konfessionellen Konflikts, in einer zweiten Perspektive mit der Bedeutung der religiösen und konfessionellen Gegensätze für die Entwicklung des Nationalismus. Wandlungen und Radikalisierungen von
Antijudaismus und Antikatholizismus, christentumsfeindliche und neuheidnische Aufbrüche lassen sich so in ihren zugleich theologischen wie politischen Zusammenhängen begreifen. Es zeigt sich unter
anderem, daß der Nationalgedanke nicht einfach nur mit Nachwirkungen der einstigen konfessionellen Spaltung konfrontiert war, sondern mit deren modernen dynamischen Vertiefungen, in denen der wesentlich
protestantisch geprägte deutsche Nationalismus selbst eine hervorragende Rolle gespielt hat. Dabei entsteht auch ein differenzierteres Bild des Verhältnisses von Modernisierung, Säkularisierung und
Nationalisierung.
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