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Schon bald nach der nationalsozialistischen Machtübernahme waren die katholische Kirche und die von ihr verantwortete pädagogische Arbeit die einzigen ernstzunehmenden Kräfte im Deutschen Reich, von denen
noch kritische Beobachtung der Schulpolitik des Regimes und seiner weltanschaulichen Grundlagen erwartet werden konnte. In der seit 1876 bestehenden Simultanschule Badens war die katholische Kirche
als traditionelle Bildungsmacht bis 1945 zwar nicht ganz auszuschalten. Die bereits frühzeitig begonnene Entkonfessionalisierungspolitik dokumentiert aber, daß das Regime die Koexistenzbereitschaft
des Freiburger Erzbischofs Conrad Gröber nicht honorierte. Seit 1938 verstärkte man daher kirchlicherseits die Anstrengungen, die Geistlichen auch für den Religionsunterricht zur inhaltlichen
Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und seinen weltanschaulichen Grundlagen zu befähigen. Kennzeichen dieser Entwicklung ist die als »Wende zu Christus« bezeichnete christozentrische
Neuorientierung der Religionspädagogik in den Kriegsjahren.
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