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Der Entschluß zur Wiederbewaffnung war innen- und außenpolitisch das einschneidendste Ereignis in der Frühphase der Bundesrepublik: Das junge Staatswesen wurde Bündnispartner der westlichen Demokratien
und erhielt eine eigene Armee – womöglich wieder einen »Staat im Staate«? Der deutsche Katholizismus hat nach intensiven und kontroversen Diskussionen die Wiederbewaffnungspolitik
unterstützt und mit besonderem Nachdruck die Idee des »Staatsbürgers in Uniform« gefördert, um das Wiederaufleben antidemokratischer Militär-Traditionen zu verhindern.
Dieses Buch ist die erste Gesamtdarstellung der innerkatholischen Diskussionen über die Wehrfrage, die vor dem Hintergrund der kirchlichen Lehre und, der politischen und geistigen Frontlinien des
Kalten Krieges analysiert werden. Das erklärt zweierlei: die weitgehende Befürwortung der Wiederbewaffnungspolitik durch den Katholizismus und dessen Engagement für die feste Einbindung der Armee in
den demokratischen Staat. Zugleich wird das verbreitete Vorurteil korrigiert, wonach die Katholiken bloße Mitläufer Konrad Adenauers gewesen seien.
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