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Die katholischen Arbeitervereine Westdeutschlands bildeten vor 1933 unter Führung ihrer politisch wie kirchlich einflußreichen Verbandsspitze und mit etwa 200 000 Mitgliedern eine entscheidende
Stütze des Zentrums und eine der wichtigsten katholischen Organisationen. Die konsequente Frontstellung gegen den Nationalsozialismus, die von der Katholischen Arbeiterbewegung (KAB) wesentlich
früher bezogen wurde als von den meisten anderen demokratischen Kräften, mußte nach Hitlers Machtübernahme zwangsläufig zum Kampf gegen diese wichtigste konfessionelle Arbeiterorganisation führen.
Die Untersuchung basiert auf großenteils erstmals benutzten Quellen. Sie geht aus von ersten Äußerungen zum Nationalsozialismus, die die KAB bereits 1923 abgab, und umfaßt den gesamten Zeitraum
bis zum Ende des Dritten Reiches. Der Abschluß des Reichskonkordates, im besonderen die langwierigen und bisher kaum untersuchten Ausführungsverhandlungen zu dem Vereinsschutzartikel des
Konkordates, die Auswirkungen des Doppelmitgliedschaftsverbotes der Deutschen Arbeitsfront, die regionalen Verbote der KAB, die Vernichtung ihrer Presse und der aktive Widerstand der Verbandsführung
und vieler Mitglieder bilden die Schwerpunkte der Untersuchung.
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