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Konrad Adenauer sah im Staat von Weimar bis dahin ungekannt günstige Chancen für eine Gestaltung des öffentlichen Lebens nach christlichen Grundsätzen. Als Präsident unterbreitete er 1922 dem
Münchener Katholikentag diese Botschaft zusammen mit einem Aktionsprogramm. Kardinal Faulhaber dagegen verwarf aufbauende katholische Mitarbeit an Republik und Demokratie: Er belegte die Revolution
von 1918 mit einem Bannfluch und fand den aus ihr hervorgegangenen Weimarer Staat mit einem Kainsmal gezeichnet. Es kam zum Zerwürfnis zwischen Erzbischof und Präsident.«
Im übrigen äußerte sich Konrad Adenauer, was sonst selten ist, ausführlich über Weltanschauungsfragen. Die Untersuchung analysiert seine Ansicht ebenso wie die legendären Münchener Ereignisse.
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