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Zu den augenfälligsten Vorgängen des nationalsozialistischen Kirchenkampfes gehört die Auseinandersetzung mit den katholischen Jugendverbänden, die wissenschaftlich bisher nicht hinreichend erforscht ist.
Um so bedeutsamer ist die vorliegende Fallstudie, in der, vornehmlich bezogen auf das Gebiet der (alten) preußischen Rheinprovinz, die Auseinandersetzungen der katholischen Jugend mit dem
Nationalsozialismus geschildert sind.
Die räumliche Begrenzung wurde gewählt, weil in der Rheinprovinz sowohl die Führungszentralen als auch die mitgliederstärksten Diözesanverbände lagen, deren beider Geschichte hier behandelt wird. Indem
die Verfasserin den zeitlichen Schwerpunkt ihrer Untersuchung nicht auf das Jahr 1933 beschränkt, sondern über den 1. Dezember 1936 (Verkündung des Gesetzes über die Hitler-Jugend)
hinausreichen läßt, entgeht sie der Gefahr einer die Proportionen verschiebenden Isolierung. Das Ergebnis ist eine eindrucksvolle Schilderung des zähen Abwehrkampfes der katholischen Jugend, der es
gelang, sich den Umarmungsbestrebungen von HJ und BDM zu entziehen.
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