Golombek, Dieter: Die politische Vorgeschichte des Preußenkonkordats 1929
Kommission für Zeitgeschichte, Forschungsstelle Bonn

Kommission für Zeitgeschichte

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Golombek, Dieter: Die politische Vorgeschichte des Preußenkonkordats 1929,
Mainz 1970

(Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte, Reihe B: Forschungen, Bd. 4)

Dieter Golombek: Die politische Vorgeschichte des Preußenkonkordats 1929.

Dieter Golombek: Die politische Vorgeschichte des Preußenkonkordats 1929.

Der Abschluß des Vertrags von 1929 zwischen dem Freistaat Preußen und dem Heiligen Stuhl bildete eine Sensation. Wer hatte schon erwartet, daß die von der SPD geführte Regierung unter Otto Braun einem Konkordat zustimmen würde? Selbst Kultusminister C. H. Becker war noch einige Monate vor Vertragsabschluß davon überzeugt, daß das Konkordat im Landtag bestenfalls bei Stimmenthaltung der SPD durchzubringen sei. Nicht minder überraschte die Zustimmung der Kurie zu einem inhaltlich bescheidenen Konkordatsergebnis, bei dem die Schulfrage ausgeklammert blieb. Wie kam es zum Abschluß dieses Vertrags?

Die Darstellung geht von den Bestimmungen der Weimarer Reichsverfassung aus, die neue Voraussetzungen für das Verhältnis von Kirche und Staat schufen. Golombek schildert, wie das Reich aus politischen Gründen bestrebt war, über ein Reichskonkordat Geschlossenheit und Einheit zu demonstrieren. Von diesem Konkordatsstreben wurde der preußische Konkordatswille angeregt. Die Analyse der kirchenpolitischen Ordnungsvorstellungen der Kirchen und Parteien macht deutlich, daß der Katholizismus mit seinem Streben nach einer konkordatären Regelung allein stand. Die Schilderung der politischen Endphase der Verhandlungen spiegelt den dramatischen Höhepunkt der Vorgeschichte des Konkordats wider.

Die Darstellung basiert auf bisher unerschlossenen staatlichen Akten und dem Nachlaß des langjährigen preußischen Kultusministers C. H. Becker. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Geschichte der innenpolitischen Entwicklung der Weimarer Republik. Die Auseinandersetzung zwischen Staat und Kirche in den Jahren zwischen 1919 und 1933 bildet aber auch den bisher nicht genügend gewürdigten Hintergrund für das Verhalten der Kirchen im »Dritten Reich«.

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