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Zu den Aufgaben der »Kommission für Zeitgeschichte bei der katholischen Akademie in Bayern« gehört seit ihrer Gründung im Jahre 1962 auch die Erforschung der Periode nach 1945. Den
Auftakt dazu bildet die Publikation von vier Beiträgen zur Persönlichkeit und Politik Adenauers, einer der politischen Zentralfiguren der Nachkriegsepoche. Solange die einschlägigen Akten der Forschung
noch nicht zur Verfügung stehen, kann jede historische und politikwissenschaftliche Beschäftigung mit der »Ära Adenauer« nur eine Zwischenbilanz darstellen. Als solche versteht sich diese
Veröffentlichung, mit der die Kommission einen Beitrag zur Erforschung der jüngsten Zeitgeschichte leisten will. Die Reihe soll in unregelmäßigen Abständen fortgesetzt werden und auch die Edition
historisch relevanten Quellenmaterials einschließen.
Im vorliegenden ersten Band vermittelt der Münchner Politikwissenschaftler Hans Maier die erste geschlossene Würdigung von Persönlichkeit und Politik Adenauers. Es folgt eine vergleichende Darstellung des
Politik-, Gesellschafts- und Demokratieverständnisses von Konrad Adenauer und Theodor Heuss aus der Feder des Historikers Eberhard Pikart. Ebenso wie diese Studie konnte auch der Beitrag des Historikers
Rudolf Morsey über den politischen Aufstieg Adenauers 1945 bis 1949 auf bisher ungedrucktem Material aufbauen. Der Band wird abgerundet durch einen kritischen Überblick des Hamburger
Politikwissenschaftlers Hans-Peter Schwarz über Adenauers Außenpolitik im Spiegel seiner vierbändigen Memoiren, dieser erst zu Bruchteilen ausgeschöpften erstrangigen Quelle für das Verständnis der
Grundlagen heutiger Außenpolitik.
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