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Die Beiträge dieses Sammelbands behandeln die noch unerforschte Ostpolitik des ersten Bundeskanzlers und seine politische Biographie aus der Zeit vor 1933. Klaus Gotto weist in einer umfangreichen
Darstellung »Adenauers Deutschland- und Ostpolitik 1954–1963« an Hand gänzlich neuer Quellen nach, daß die Wiedervereinigung das wirkliche Ziel der Deutschlandpolitik Adenauers gewesen ist und
welche – bisher geheim gebliebenen – Vorstellungen und Pläne er dafür entwickelt hat. Jürgen Schwarz und Werner Weidenfeld behandeln die Grundzüge der Ostpolitik de Gaulles und
seinen Einfluß auf Adenauers Ostpolitik.
Im Dokumentationsteil ediert und kommentiert Hans Georg Lehmann eine bisher unbekannte britische Intervention von 1935 zugunsten des aus seinem Amt entlassenen Kölner Oberbürgermeisters Adenauer.
Rudolf Morsey beleuchtet das Verhältnis zum Zentrumsvorsitzenden Ludwig Kaas auf der Grundlage eines gleichzeitig veröffentlichten Briefwechsels aus den Jahren 1929–1931. Eine von Wolfgang Stump
zusammengestellte Adenauer-Bibliographie 1945–1953 ist gleichzeitig ein wesentlicher Beitrag zum politischen Itinerar des ersten Bundeskanzlers. Im Mittelpunkt des Bandes steht die Publikation von
tagebuchartigen Aufzeichnungen des langjährigen Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion und Bundesministers Heinrich Krone zur Deutschland- und Ostpolitik für die Jahre 1954–1969 und des Globke-Plans zur
Wiedervereinigung.
Diese Quellen vermitteln einen ungewöhnlich instruktiven Einblick in Denkweise, Zielsetzungen und Regierungsführung des Staatsmanns und Parteivorsitzenden. Bei den Aufzeichnungen Heinrich Krones handelt
es sich um die bisher wichtigste Edition eines der engsten Mitarbeiter Adenauers zu einem Zentralproblem unserer jüngsten Vergangenheit.
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