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Der vorliegende Band führt die monumentale Edition der Akten des Münchener Erzbischofs und Kardinals fort, die P. Ludwig Volk begonnen und 1975 und 1978 in zwei Bänden für die Jahre
1917–1945 vorgelegt hatte. In Anlehnung an sie treten in diesem dritten, abschließenden Band vornehmlich die gesellschaftlich und im weitesten Sinne politisch wirksamen Aktivitäten des
Kirchenfürsten hervor.
Nach dem Zusammenbruch der nationalsozialistischen Herrschaft war die katholische Kirche die fast einzig noch aktionsfähige deutsche Institution. Kardinal von Faulhaber, einem herausragenden
Repräsentanten dieser Kirche, fiel deshalb eine früher unvorstellbare Funktion in der Gesellschaft zu. Als Vorsitzender der Konferenz der bayerischen Bischöfe bestimmte der Erzbischof von München und
Freising gleichzeitig maßgeblich die anstehende Neugestaltung des Verhältnisses von Staat und Kirche.
Die insgesamt 365 hier wiedergegebenen Dokumente reichen von einem Schreiben des Kardinals an die amerikanische Stadtkommandantur München vom 4. Mai 1945, in dem er sich für die Interessen
eines Fürsorgeheims für gefährdete weibliche Jugend einsetzte, bis zu seinem letzten Hirtenbrief (»Mein Testament«), nach seinem Tod (12. Juni 1952) in allen Kirchen der Erzdiözese
verlesen wurde. Die Edition ermöglicht dem Leser einen authentischen Einblick in die beeindruckende Vielfalt der Tätigkeiten, die auf einen prominenten Vertreter der katholischen Kirche in der
unmittelbaren Nachkriegszeit zukommen konnten.
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