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Im vorliegenden Band werden aus den zunächst halbmonatlich, dann monatlich verfaßten Berichten der Regierung von Unterfranken (seit 1938: Mainfranken) für die Jahre 1933–1944 diejenigen Teile
veröffentlicht, die sich auf die christlichen Religionsgemeinschaften sowie die Juden beziehen. Die im Bayerischen Hauptstaatsarchiv überlieferten Berichte werden kommentiert durch Mitteilungen aus
weiteren staatlichen Akten, darunter dem umfangreichen Bestand »Gestapoakten« im Staatsarchiv Würzburg, sowie aus Akten des Bischöflichen Ordinariatsarchivs Würzburg und des Evang.-Luth.
Landeskirchlichen Archivs in Nürnberg. Die vielen hundert Einzelmitteilungen des Bandes beziehen sich vor allem auf die Auseinandersetzungen zwischen Staat und Kirche auf der unteren Ebene der kleinen
Partei-und Staatsfunktionäre sowie der Pfarrer und des Kirchenvolkes. Sie bieten daher eine eindrucksvolle, detaillierte Dokumentation des Kirchenkampfes und der nationalsozialistischen Herrschaftspraxis
»von unten« und erhellen damit einen Bereich, der von der Forschung lange Zeit vernachlässigt worden war. Sie belegen die Existenz einer christlich motivierten Volksopposition gegen das herrschende
Regime, die sich vor allem in ideologischer Nichtanpassung äußerte.
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