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Josef Hofmann (1897–1973), der aus Hannover stammte und den sein beruflicher Lebensweg über Osnabrück, Köln und Essen nach Aachen führte, gehörte zu den prominentesten Journalisten des politischen
Katholizismus seit dem Ausgang der Weimarer Republik. Er war Redakteur der Osnabrücker Volkszeitung, Kölnischen Volkszeitung, Kölnischen Zeitung, der Aachener Nachrichten und der Aachener
Volkszeitung.
1945 zählte J. Hofmann zu den Gründern der CDU in Köln und in Aachen. Er gehörte als CDU-Abgeordneter dem Stadtrat von Aachen und von 1946 bis 1968 dem Landtag von Nordrhein-Westfalen an,
in dem er von 1948 bis 1966 den Vorsitz des Kulturpolitischen Ausschusses innehatte.
Hofmanns Erinnerungen, 1971 niedergeschrieben, bieten eine fesselnde, streckenweise faszinierende Lektüre für die Tätigkeit eines katholischen Journalisten in Republik, Diktatur und Besatzungszeit.
Sie informieren präzis und eindrucksvoll über die eingeschränkten Möglichkeiten und Formen publizistischer Opposition im Terrorstaat, über die Kunst des Zwischen-den-Zeilen-Schreibens und -Lesens, aber
genauso über die scharfe Pressezensur der amerikanischen und britischen Militärregierungen in den ersten Jahren der Besatzungszeit nach 1945. Hofmanns Erinnerungen registrieren ferner den Untergang
wie den beginnenden Wiederaufbau Kölns, wo er – ebenso wie in Aachen – zu den Mitbegründern der CDU zählte, über deren Vorgeschichte (Walberberger Verhandlungen) viele neue
Details mitgeteilt werden.
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