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Der vorliegende Band enthält in größtmöglicher Vollständigkeit die Regierungsakten über die Reichskonkordatsverhandlungen im Jahre 1933, von den ersten Vorbereitungen zur Gesprächsaufnahme mit Rom
bis zur Unterzeichnung und Ratifikation. Die Masse der Dokumente entstammt dem Politischen Archiv des Auswärtigen Amtes in Bonn, weiterhin dem Nachlaß des Ministerialdirektors Buttmann (Reichsministerium
des Innern), den Akten der Reichskanzlei im Bundesarchiv Koblenz, dem Nachlaß des Prälaten Kaas sowie einigen anderen Fonds. Im Anhang sind u. a. die Konkordatsentwürfe der Weimarer Zeit abgedruckt.
Durch die Edition dieser amtlichen Akten wird ein erstrangiges Quellenmaterial zugänglich. An die Stelle der oft aus Spekulationen über Ablauf, Hintergrund und Motive gespeisten Diskussion über das
Reichskonkordat kann jetzt die unvoreingenommene historische Interpretation der Dokumente dieses Entscheidungsprozesses treten, die – zusammen mit den gleichzeitig in dieser Reihe
veröffentlichten kirchlichen Akten – ein getreues Bild der Konkordatsverhandlungen zu entwerfen erlauben. Vieles, was bisher umstritten war, gewinnt konkrete Gestalt: die dem Vatikan im April
vorgetragene Verhandlungsofferte der Reichsregierung, der bis zum Parteiensterben Ende Juni anhaltende Widerstand des Prälaten Kaas gegen den Ausschluß des Klerus aus der Parteipolitik, der nicht
unbeträchtliche Einfluß, den in der letzten Verhandlungsphase das Auswärtige Amt und noch mehr das Reichsministerium des Innern auf die endgültige Textformulierung ausübten, die nur mühsam eingedämmte
Polemik unmittelbar nach Vertragsabschluß zwischen den Verhandlungspartnern wegen der Auslegung einzelner Artikel – dieses und vieles andere ist jetzt bis in kleinste Details hinein historisch
verständlich und erklärbar zu machen.
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