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Das Ministerium für Staatssicherheit und seine mehr als 250.000 hauptamtlichen und inoffiziellen Mitarbeiter verfolgten vor allem ein Ziel: die Ausschaltung des ideologischen Gegners. Folgerichtig
geriet auch der Deutsche Caritasverband in das Visier der Staatssicherheit.
Die Studie blickt auf das daraus erwachsene Spannungsverhältnis zwischen Staatssicherheit und Caritas sowie seine Veränderungen im Verlauf der 40jährigen SED-Herrschaft: auf Polizeiaktionen gegen
Kinderheime, Verhaftungen, die – insgesamt erfolglose – Werbung »Inoffizieller Mitarbeiter« wie auch die direkten Kontakte kirchlicher »Gesprächsbeauftragter« zum MfS und
ihre Bedeutung für den humanitären Einsatz im Rahmen des Häftlingsfreikaufs und der Familienzusammenführung.
Die Untersuchung greift somit weit über den oft vordergründig diskutierten Aspekt von IM und Spitzeltätigkeit in der Kirche hinaus und macht Handlungszwänge und Handlungsspielräume einer bedeutenden
kirchlichen Brückenorganisation zwischen Ost und West deutlich.
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