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Aufgabe der Kommission für Zeitgeschichte ist es seit ihrer Gründung 1962, die politische und soziale Geschichte des deutschen Katholizismus im 20. und 21. Jahrhundert
mit deren Wurzeln im 19. Jahrhundert zu erforschen. Stand zu Beginn der NS-Kirchenkampf im Vordergrund, richtet sich das Interesse seit Ende der 1980er Jahre auf die Bundesrepublik Deutschland und
die ehemalige DDR, wobei auch die transnationalen Zusammenhänge zunehmend in den Blick treten. Diese umfassende Erforschung politischer und sozialer Wirksamkeit des deutschen Katholizismus schließt stets
den Erfahrungsraum der Mitlebenden mit ein.
Die Kommission unterhält eine Forschungsstelle in Bonn mit einer umfangreichen Präsenzbibliothek und einem Archiv zur Geschichte des Katholizismus in Deutschland. Sie konzipiert und organisiert teamorientierte Forschungsprojekte,
insbesondere solche zur Erschließung unveröffentlichter Quellen zur Geschichte des deutschen Katholizismus. Zu den Kernaufgaben gehört die Edition der Akten deutscher Bischöfe. Sie kooperiert darüber
hinaus auch mit einzelnen Forschern, die an einer Dissertation, Habilitationsschrift oder einem anderen Forschungsvorhaben arbeiten. Thematisch und methodisch greifen die Arbeiten politik- und
institutionsgeschichtliche, kirchengeschichtliche sowie gesellschafts- und kulturgeschichtliche Fragestellungen auf. Die Ergebnisse werden in der Reihe »Veröffentlichungen der Kommission für
Zeitgeschichte« (»Blaue Reihe«) publiziert: in der Reihe A: Quellen, in der Reihe B: Forschungen.
Daneben veröffentlicht die Kommission für Zeitgeschichte Quellensammlungen, Tagungsdokumentationen, thematisch angelegte Sammelbände und übergreifende Gesamtdarstellungen, die sich an einen breiteren
Leserkreis wenden, als Einzelpublikationen.
Alle Veröffentlichungen erscheinen beim Verlag Schöningh in Paderborn.
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