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Die Integration der Vertriebenen in der SBZ und DDR ist in den letzten Jahren intensiv erforscht worden. Ergebnisse liegen inzwischen sowohl für die Zentralebene als auch für verschiedene Regionen vor. Wenig bekannt
ist aber immer noch über das Verhalten der großen christlichen Kirchen und ihre Bedeutung für den gesellschaftlichen Integrationsprozeß. Pfarrern und Klerikern als soziale und geistliche Führungsschichten in den
Kirchen kam eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu. Am Beispiel des vertriebenen katholischen Klerus in den hauptsächlich sächsischen Kirchenbezirken Meißen (Bistum) und Görlitz (Erzbischöfliches Amt)
wird dieser Prozeß für die Jahre 1945 bis 1952 exemplarisch untersucht. Dabei kommt sowohl dem Aspekt der Integration des Klerus in die Diasporastrukturen des Katholizismus in Sachsen in den Blick als auch
die Bedeutung, die diese Elite für die Integration der vertriebenen Katholiken hatte.
Die Studie, die im Rahmen eines vom Historischen Seminar der Universität Leipzig erarbeiteten Gesamtprojekts zur Integration vertriebener Eliten in Sachsen erstellt wird, verknüpft neue Erkenntnisse zur
Integration Vertriebener mit Aspekten der Elitenforschung.
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